Der Elefant (2025)

Wie ein Gemälde "Stillleben mit Obst“,

so stand er plötzlich im Raum.

Schwer, wie der Fels im Gebirge,

Blau, wie die verwaschene Jeans.

Real und unwirklich zugleich.

 

Geboren aus Worten, wie Schläge im Magen,

und aus Schweigen, wie Stiche im Herzen.

Dann liegengelassen und weggelaufen.

Wie im Film. Nur echt.

 

Er löste sich nicht auf, wurde nicht süß,

wie rosa Brausepulver auf der Zunge.

Er verblasste nicht, rieb sich nicht ab,

wie bunte Fake-Tattoos auf der Haut.

Er fror fest in klirrender Stille

und blieb ein Rätsel.

Ich bin müde von den Schatten,

die er mir ins Leben warf.

Müde vom Warten und Hoffen;

Auf Reden mit Zuhören,

Auf Haltung mit Verantwortung.

 

Vielleicht war er dir nur eine Mücke,

die kurz zustach, summte 

und lässig weiterflog.

Vorbei und nicht der Rede wert.

Ich weiß es nicht.

 

Ich wollt's verstehen

und selbst verstanden werden.

Damit er auch mir eine Mücke sei.

Doch diese Geschichte lief ins Leere.

 

Ohne Resonanz & Ohne Tiefe

Ohne Mich

 

 

Zeit heilt nichts. Zeit lässt wachsen.

Erinnerungen.

Narben.

Fremde.

 

 

~ von mir ; für mich ~

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